Bei der Langen Nacht der Forschung im Unipark Salzburg durften wir einem breiten Publikum zeigen, wie Forschung ganz konkret zur Gestaltung lebenswerter Städte beiträgt. Viele Familien besuchten unsere Station, die Raum für Diskussion bot. Mit Jung wie mit Alt.
Motiviert durch das EU‑Projekt i‑MOBYL sind wir der Frage nachgegangen, wo sich Kinder und Jugendliche in der Stadt besonders wohl bzw. unwohl fühlen. Der Einladung zum Kleben entsprechender Sticker auf einer Karte folgten im Laufe des Abends unzählige Kinder. Damit leisteten sie einen ganz konkreten Input für unsere grundlagenorientierte Forschung. Die Daten aus Salzburg werden mit ähnlichen Daten aus Guildford, Paris, Eindhoven und Basel verglichen. Damit können wir nicht nurspannende Einblicke in die Aktivitätsräume junger Menschen erhalten und diese sichtbar machen, sondern identifizieren auch Barrieren, die einer selbstständigen, aktiven Mobilität entgegenstehen.
Die Station war ein perfektes Beispiel dafür, wie Geoinformatik als integrative Disziplin wirkt: Der Raumbezug bzw. Karten verbinden unterschiedliche Fachperspektiven und dienen als „Display“ für transdisziplinäre Forschung. Die Lange Nacht der Forschung war eine tolle Gelegenheit, Geoinformatik sichtbar, verständlich und erlebbar zu machen … während über Mobilität, Stadtplanung, Verkehrssysteme und Wohlbefinden diskutiert wurde.
Besonders wertvoll war die fantastische Zusammenarbeit mit der Stadt Salzburg, Point& und UWM.mobilität. Verwaltung, Forschung und Privatwirtschaft agierten als starkes Team – genau dieser Mix ist nötig, um die notwendige Transformation von Städten und Verkehrssystemen voranzubringen.
Der starke Andrang während des gesamten Abends bei der Langen Nacht der Forschung, ist für uns ein starkes Zeichen für die gesellschaftliche Relevanz wissenschaftlicher Arbeit. Umgekehrt, erlebten wir es als Bereicherung nicht nur Wissenschaft zu kommunizieren, sondern die Forschungspraxis an sich im Dialog mit Betroffenen zu entwickeln. Und wo sollte man besser ansetzen als bei Kindern und Jugendlichen, wenn es um die Mobilität von Morgen geht?